#lektüre

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Stillleben mit Georg Klauda

Zur umfassenderen Information über meine letzte Lektüre, beziehungsweise die Vorgeschichte davon, poste ich erneut etwas zum Buch "Die Vertreibung aus dem Serail" von Georg Klauda.

Da das Bild nicht datiert ist, könnte ich behaupten, es sei erst jetzt entstanden, dabei habe ich es gezeichnet, als ich das Buch zum ersten Mal las! Es handelt sich nicht einmal um dasselbe Buch, und es gehört mir nicht.

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Die Vertreibung aus dem Serail

Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

Gerade zum zweiten Mal zuende gelesen. Ein sehr gutes und wichtiges Buch, das mit einigen Missverständnissen aufräumt. Zum Schluss eine gute Zusammenfassung (daraus ein Ausschnitt).

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Gedanken zu Sprache anlässlich Linus Giese

Gerade lese ich Linus Gieses Buch "Ich bin Linus / Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war". Ich finde es ein inspirierendes und aufwühlendes Buch. In vielem, was er erzählt, erkenne ich mich als Transfrau wieder. In jedem Fall ein sehr lesenswertes Buch, sage ich, auch wenn ich noch nicht ganz fertig bin!

In zwei Kapiteln macht Giese Vorschläge, wie wir schreiben und sprechen sollen, um Minderheiten, speziell Transmenschen nicht zu verletzen. Ausdrücklich sagt er, dass es nur Vorschläge und keine Vorschriften sind. So gut ich das Buch finde, stimme ich doch mit seinen Vorschlägen nicht überein.

Ich glaube nicht daran, dass eine Änderung der Sprache die Gesellschaft ändern wird. Eher glaube ich an den umgekehrten Vorgang: In einer gerechten Welt wird die Sprache automatisch nachziehen oder überhaupt unwichtig werden.

Sprache entwickelt sich auch nicht durch Regeln, die sich jemand ausdenkt, sondern jeder trägt dazu bei, allein dadiurch, dass er spricht oder schreibt. Ich habe überhaupt nichts gegen Kreativität in der Sprache oder in der Rechtschreibung -- gerne können alle so viele Sternchen, Doppelpunkte, undeklinierte Adjektive, Fantasiepronomen oder was auch immer sie wollen benutzen, so lange ich das nicht tun muss.

Sprache ist auch nicht genau -- Gerade in den Ungenauigkeiten liegt viel Potenzial für Poesie! Einer der Ureinwohner Amerikas soll einmal gesagt haben, Indianer ist ein gutes Wort, denn es offenbart die Dummheit des Weißen Mannes, der dachte, er wäre in Indien gelandet. (Leider weiß ich micht mehr, wer das war)

Sind wir nicht starke Menschen? Wir sollten aufhören, uns so empfindlich zu geben. Ja, wir sind wenige, und deswegen werden wir oft vergessen. Ja wir sind anders, und deswegen werden wir oft missverstanden. Nein, wir müssen nicht immer alles erklären. Aber ein bisschen mehr Gelassenheit stünde uns gut zu Gesicht.

Natürlich sind Beleidigungen ein Unding, und gegenseitigeer Respekt sollte Grundlage unseres Miteinanders sein.

Ich wünsche mir aber keine Gesellschaft, in der wir lauter Regeln der Höflichlkeit peinlich beachten und damit möglicherweise nur unseren Hass übertünchen. Eher wünsche ich mir eine Gesellschaft, wo wir einander Schimpfworte an den Kopf werfen können und uns damit nicht verletzen, weil wir wissen, dass wir uns gegenseitig wertschätzen.

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amina@pod.dapor.net

Dieses Buch habe ich gerade zuende gelesen und will euch die Information über seine Existenz nicht vorenthalten.

Es ist eine sehr schöne und lebhafte Beschreibung der Lesben- und Schwulenszene in Berlin um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert von Magnus Hirschfeld. Außerdem tritt er im Buch wiederholt für die Abschaffung des §175 im damaligen Reichsstrafgesetzbuch (R. St. G. B.) ein, der wie bekannt, im Westen Deutschlands erst 1994 abgeschafft wurde, 90 Jahre nach Erscheinen des Buches.

"Urninge", "Uranier" und "urnisch" waren damals wohl gängige Bezeichnungen für Homosexualität bzw homosexuelle Menschen.

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#amina

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Roman | António Lobo Antunes: Die letzte Tür vor der Nacht
#Buch #Roman #Literatur #Lektüre #Portugal

Die letzte Tür vor der Nacht ist ein aufwühlendes Erzählwerk tief aus der Seele Portugals – zwischen Fado, Saudade und Thriller.
António Lobo Antunes, der kürzlich 80 Jahre alt wurde, ist und bleibt ein begnadeter Seelenvermesser.

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Titelangaben
António Lobo Antunes: Die letzte Tür vor der Nacht
Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann
Luchterhand Verlag, München 2022
556 Seiten, 28 Euro
 

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Kinderbuch | Davide Calì: Die Königin der Frösche, die sich nie die Füße nass macht
#Buch #Kinderbuch #Lektüre #lesen #Tiere

Das Kinderbuch Die Königin der Frösche schildert in charmanten Bildern und Texten, wie schnell sich Machtverhältnisse etablieren, und wie sich der Status von Mitgliedern einer Gemeinschaft dadurch grundlegend verändern kann.

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Titelangaben
Davide Calì: Die Königin der Frösche, die sich nie die Füße nass macht
Aus dem Englischen übersetzt von Maxime Pasker
Mit Illustrationen von Marco Somà
Heidelberg: Carl Auer 2022
42 Seiten, 19,95 Euro
Bilderbuch ab 4 Jahren